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Donnerstag, 1. Juli 2010

Museen in Húsavík

Das Museum: Safnahúsið
Das Museum (Safnahúsið) beherbergt mehrere Museen unter einem Dach:

Im Volkskunde- und Gemeindemuseum werden kulturgeschichtlich wichtige Gegenstände zum Alltagsleben und der Besiedelung der Region ausgestellt.

Das Kunstmuseum besitzt etwa 400 Gemälde von Künstlern aus der Gegend bzw. Bilder mit Bezug zu Húsavík. Weil nicht genug Platz ist, werden die Kunstwerke in Wechselausstellungen gezeigt. Also werden nie alle Bilder gleichzeitig aufgehängt, sondern immer nur ein Teil davon. Alle paar Monate werden sie abgehängt und andere kommen an die Wände.

Im Naturkundemuseum wird alles ausgestellt, was die (nordost)isländische Tier- und Pflanzenwelt zu bieten hat, z.B. einen ausgestopften Eisbären, der im Jahre 1969 auf einer Eisscholle von Grönland angetrieben auf der Insel Grímsey strandete oder eine riesige Muschelsammlung.
Ausstellungsstücke aus der Welt der Seefahrt und Fischerei Húsavíks findet man im erst 2002 eröffneten Seefahrtsmuseum, für das eigens eine Glas-Pyramide neben dem Hauptgebäude gebaut wurde. Dort sind auch ein paar echte Fischerboote ausgestellt.

Das Museum beherbergt auch einige Archive, und im gleichen Bau findet man die Stadtbibliothek mit Internetzugang.

Für einen Besuch im Museum sollte man mindestens (!) zwei Stunden einplanen. Kurzweilige und interessante Führungen werden angeboten, auch auf Deutsch.

Adresse: Stórigarður 17

Öffnungszeiten im Sommer: täglich 10 bis 18Uhr
Eintritt: ISK 500

Internet: www.husmus.is



Das Walmuseum: Hvalasafnið
Das 1997 eröffnete Walmuseum ist eine gemeinnützige Einrichtung, die sich wissenschaftlich mit Meeressäugern und deren Lebensraum beschäftigt und eine großartige Ausstellung zusammengestellt hat.

Auf einer Ausstellungsfläche von 1.600 m² findet man in diesem ehemaligen Schlachthaus spannende Exponate und ausführliche Informationen über die verschiedenen Walarten, deren Biologie und Entwicklungsgeschichte, aber auch über die Geschichte des Walfangs. Mythen und Sagen, die sich um die Meeressäuger ranken, sind ein weiteres Thema.

Die etwa zehn Walskelette (z.B. Pottwal, Buckelwal, Schwertwal) sind ein ganz besonderer Hingucker. Sie stammen ausschließlich von gestrandeten Tieren, denn das Walmuseum möchte nicht, dass Wale getötet werden.

Die Beschriftung der Ausstellungsstücke sowie alle Erklärungen sind allesamt auch auf Deutsch übersetzt.

Ein Spielzimmer für Kinder („Yellow Submarine“), das wie ein U-Boot eingerichtet ist, gibt es auch, obwohl das ganze Museum auch für Kinder sehr spannend ist.

Adresse: Hafnarstétt 1

Öffnungszeiten im Sommer: täglich 9 bis 19 Uhr
Eintritt: Erwachsene ISK 1.000, Kinder (6 – 14 Jahre) ISK 450, Kinder bis 5 Jahre kostenlos

Internet: www.whalemuseum.is



Das Isländische Säugetier-Penismuseum: Hið Íslenzka Reðasafn
Wer es ein wenig ausgefallen mag oder ein (wissenschaftliches) Interesse für die Penisse von Säugetieren hegt, für den bietet sich ein Besuch im Säugetier-Penismuseum an.

Das Museum beherbergt über 200 Phallen und Phallenteile von Land- und Meeressäugern, die in Island beheimatet sind.

Unter anderem lassen sich dort Wal-, Bären-, Robben-, aber auch kleine Mäuse-Penisse bewundern.
Daneben werden im schönen dunkeltürkisfarbenen Haus auch 300 Kunst- und sonstige Gegenstände, die in Zusammenhang mit dem Thema Phallus stehen, ausgestellt.


Bevor das Penismuseum nach Húsavík umzog, war es in Reykjavík. Aus dieser Zeit stammt das Lied „Das Pe-Pe-Penismuseum von Reykjavík“ von Wolfgang Müller, das man hier anhören kann: www.phallus.is/phallus/skjalasafn/phallus1.mp3

Adresse: Hédinsbraut 3a

Öffnungszeiten im Sommer: täglich 12 bis 18 Uhr
Eintritt: ISK 600

Internet: www.phallus.is



Nautische Sammlung im Gamli Baukur
Die Holzhäuschen am Hafen, die Gamli Baukur (dt.: „Alter Krug“) heißen, beherbergen ein Restaurant sowie eine nautische Sammlung mit Schiffslaternen, Steuerrädern, Kompassen, Bildern und vielen weiteren Exponaten.

Gamli Baukur ist der originalgetreue Nachbau eines der ältesten Holzhäuser Húsavíks, das im Jahr 1843 erbaut wurde.

Die Häuschen wurden Mitte der 90-er Jahre in Akureyri, 91 Kilometer von Húsavík entfernt, aus angeschwemmtem Holz gebaut. Dann, im Sommer 1996, wurden sie per Schiff nach Húsavík transportiert. Ich war damals dabei, so wie die meisten Leute, die in Húsavík wohnen oder gerade dort Ferien machten. Fast alle kamen zum Hafen und schauten zu, wie das Schiff in den Hafen steuerte, anlegte und die Häuschen erst abgeladen und dann genau dort aufgestellt wurden, wo sie heute noch stehen.

Ursprünglich sollte im Gamli Baukur das Walmuseum untergebracht werden, es war aber schnell klar, dass viel zu wenig Platz dafür war.

Mittlerweile gibt es im Hafen einige weitere dieser kleinen nachgebauten Holzhäuschen.

Es lohnt sich, die nautische Sammlung, die sich im Vorraum und in den Gasträumen befindet, anzusehen. Man kann die Besichtigung auch gut mit einem Restaurantbesuch kombinieren.

Internet: www.gamlibaukur.is



Die Kirche: Húsavíkurkirkja
Auch die Kirche Húsavíkurkirkja ist ein kleines „Kunstschätzchen“.

Samstag, 5. Juni 2010

Links nach Húsavík

Gern stelle ich an dieser Stelle einige Internetseiten aus und / oder über Húsavík vor.

Für Hinweise auf weitere Seiten bin ich dankbar.

Webcam:
http://frontpage.simnet.is/eom.is/husavik_webcam.htm

Information und Nachrichten:
http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BAsav%C3%ADk (Wikipedia)
www.skarpur.is/ (Tageszeitung)
www.myhusavik.com/ ("Nachrichtendienst" mit dem Neuesten aus Húsavík)
www.Hausbucht.de/ (Meine Seiten mit vielen Húsavík-Infos)

Wale:
www.northsailing.is (Walbeobachtungs-Unternehmen)
http://www.gentlegiants.is/ (Walbeobachtungs-Unternehmen)
www.whalemuseum.is/ (Walmuseum)
www.husavik.de/ (Wale und Geschichten von Húsavík-Besuchern, leider kein Update seit 2007)

Museen:
www.husmus.is/ (Gemeinde-Museum (Geschichte, Naturkunde, Kunst, Seefahrt...))
www.whalemuseum.is/ (Walmuseum)
www.phallus.is/ (Säugetier-Penismuseum)
www.gamlibaukur.is (nautische Sammlung im Restaurant)

Übernachtung:
http://arbol.1.is/ (Árból Guesthouse)
www.husavikguesthouse.is/accommodation/ (Húsavík Guesthouse)
www.gsigtun.is/ (Sigtún Guesthouse)
www.fosshotel.is/en/hotel/fosshotel_husavik.html (Fosshotel Húsavík)
http://www.cottages.is/ (Kaldbakskot Cottages / Ferienhäuser)

Restaurants und Cafés:
www.gamlibaukur.is (Gamli Baukur, dt.: Alter Krug)
www.salkarestaurant.is/ (Salka Restaurant)
www.northsailing.is/about-north-sailing/cafe-skuld/ (Café Skuld)

Bibliothek:
http://bokasafn.nordurthing.is/

Kirche:
http://husavikurkirkja.is/

Musik:
www.myspace.com/thegiantsofhusavik (The Giants of Húsavík, niederländische Band)
www.tonhus.is/ (Musikschule)

Sport:
http://volsungur.is/ Sportverein)
http://husavik.tk/ (Sportverein)
http://golf.is/pages/klubbasidur/golfklubburhusavikur/ (Golfclub)

Parteien:
www.vgnordurthing.net/ (Links-Grüne)www.framsokn.is/Kosningar_2010/Nordurthing (Fortschrittspartei)

Donnerstag, 27. Mai 2010

Die Kirche Húsavíkurkirkja

Die Kirche (Húsavíkurkirkja) wurde 1906 / 1907 in typisch norwegischer Kreuzbauweise erbaut und 1907 geweiht.

Weitblick oder Idealismus, je nachdem, wie man es sehen möchte, bewiesen die Erbauer damit, die Kirche mit 450 Plätzen auszustatten -hatte der Ort damals doch nur 300 Einwohner.

Der Kirchturm ist 26 Meter hoch. In der Kirche gibt es keine normale Kanzel, sondern ein Stehpult in Buchform, von dem aus der Pfarrer predigt.
Besonders sehenswert und einmalig ist das Altarbild, das 1931 von einem isländischen Laienmaler gemalt wurde. Es zeigt die Auferstehung des Lazarus inmitten isländischer Landschaften (z.B. Ásbyrgi).
Zur Erinnerung hier die biblische Geschichte von Lazarus in Kurzform:
Im Johannes-Evangelium steht, Lazarus, dessen Schwestern Martha und Maria seien eng mit Jesus befreundet gewesen. Lazarus starb und wurde in einer Höhle beigesetzt. Jesus kam erst vier Tage darauf von einer Reise zurück. Er ließ den Stein vom Grabeingang wegwälzen und rief in die Höhle hinein: „Lazarus, komm heraus!“ Lazarus verließ daraufhin, in Grabtücher eingewickelt, aber lebend, sein Grab.
Diese Geschichte gilt als ein Hinweis auf die spätere Auferstehung Jesu.

Während der Saison ist die Kirche tagsüber unverschlossen.